Der Dom

Wie kommt ein Weinbauerndorf wie Arlesheim zu einem Dom? "Als 1678 das Basler Domkapitel aus dem Exil in Freiburg im Breisgau zurückkehrte, liess es sich in Arlesheim nieder, weil das Dorf ein überaus fruchtbarer, gesunder und lustiger Ort" und zudem "nur eine Stunde entlegen von Basel" war und so die geistlichen Herren ihren früheren Residenzen in der Stadt Basel und ihren wichtigen Einnahmequellen im Elsass wieder näher kamen", berichtet das Arlesheimer Heimatkundebuch. Und weiter: "Im März 1679 wurde der Grundstein gelegt, und schon am 26. Oktober 1681 konnte der Fürstbischof nach nicht ganz zweijähriger Bauzeit den Dom "mit Trompeten und Harpauken" einweihen. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts folgte die erste von mehreren Renovationen - Folgen der kurzen Bauzeit. Während der französischen Revolution diente der Dom als Kantonnement für Ross und Reiter und das Bistum wurde vorübergehend mit Frankreich im "Département du Mont Terrible" vereint. 1815 schliesslich ging der Dom für eine Summe von 15'000 Francs an die katholische Kirchgemeinde über.

Heute finden im Dom die Gottesdienste der römisch-katholischen Kirchgemeinde statt. Immer wieder werden Konzerte aufgeführt, meist unter Mitwirkung der berühmten Silbermann Orgel, - ein eindrückliches Erlebnis.

Auf dem Domplatz trifft man sich nicht nur nach der sonntäglichen Messe, sondern auch zur ökumenischen Bettagsfeier, beim Gang zur Gemeindeverwaltung oder zur Bezirkschreiberei, zum Apéro mit den Jungbürgerinnen und Jungbürgern, während dem Adventsmarkt, beim Thai Chi in den Sommerferien, am Stimmenfestival oder einem open air Konzert. Dom und Domplatz waren und sind auch heute ein Teil vom Arleser Leben.

Links: