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Naturnahe Gärten – wilde Schönheiten

30.05.2013

Der Naturschutzverein und die Gemeinde laden Interessierte zu einer Besichtigung von Naturgärten ein. Am 14. Juni von 17-19 Uhr können zwei Gärten in Arlesheim unter fachkundiger Leitung besichtigt werden.

 
Ein Beispiel für einen naturnahen Garten in Arlesheim
Ein Beispiel für einen naturnahen Garten in Arlesheim


Kommunikation. Arlesheim ist bekannt für seine naturnahen Gärten. Doch was ist eigentlich ein naturnaher Garten oder Naturgarten? In der Broschüre „Naturnahe Gärten – attraktiv gestalten“ vom kantonalen Amt für Raumplanung wird der Begriff „Naturgarten“ bewusst vermieden. Dort spricht man vom „naturnahen Garten“, weil ein Garten nie ungestörte Natur ist, sondern bewusst eingegriffen, umgestaltet und geformt wird und sogar noch Platz für Zierpflanzen bietet.
Eine genaue Definition gibt es also nicht, denn schlussendlich entscheidet die Besitzerin oder der Besitzer selbst, wie ihre oder seine Erholungsoase aussehen soll. Den naturnahen Gärten  gemein ist allerdings der erste Eindruck - sie sehen eher wild aus, romantisch vielleicht, mit versteckten Winkeln und zufällig wachsenden Sträuchern und Blumen. Der Laie würde vielleicht sogar sagen, sie sehen ungepflegt aus. Eher das Gegenteil trifft zu, weiss Regula Pulfer, Garten- und ehemalige Kompostberaterin. „Naturgärten brauchen besondere Aufmerksamkeit bei der Pflege“, sagt sie. Man versuche mit der Natur zusammen zu arbeiten, beobachte zuerst und überlege, bevor ein Eingriff getätigt wird, ergänzt die Fachfrau. Im Gegensatz zu den traditionellen Gärten, werde dem naturnahen Garten aber schon viel mehr Raum und Zeit gelassen, um zu gedeihen und sich zu entwickeln, ergänzt Regula Pulfer.

Wichtiger Lebensraum
Nebst den optischen Vorzügen des naturnahen Gartens, profitieren auch Tiere von den wilden Schönheiten. Einheimische Pflanzen sind vielleicht weniger spektakulär, aber erfüllen eine wichtige Aufgabe für Insekten, Käfer, Spinnen, Schmetterlinge und ihre Raupen. Naturnahe Gärten bieten Lebensraum für seltene Arten. Es könne durchaus sein, dass einmal ein Gartenrotschwanz auf Nahrungssuche komme, schwärmt Daniela Villaume, Präsidentin des Naturschutzvereins Arlesheim. Igel fühlen sich im Laubhaufen wohl. Blindschleichen können im Kompost leben. Eidechsen verkriechen sich in einer Natursteinmauer.
Nicht zuletzt ist der naturnahe Garten Erholungsgebiet für den Menschen. Und ein gemütlicher Sitzplatz für die ganze Familie oder ein Sandkasten für die Kinder gehört genauso zum naturnahen, wie zum konventionellen Garten.

Besichtigung von Beispielen
Einige Gartenbesitzerinnen und –besitzer öffnen im Sommer ihre Gartentore und möchten interessierten und auch skeptischen Besucherinnen und Besuchern zeigen, wie ein naturnaher Garten aussehen kann. Im Juni sind es zwei grosse Gärten, im August werden drei kleine Gärten zur Besichtigung offen sein. Gerne laden wir Sie zur ersten Gartenführung ein. Am Freitag, 14. Juni von 17 bis 19 Uhr können Beispiele besichtigt und Ideen gesammelt werden. Treffpunkt: Bei der Trotte. Falls Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bis am 11. Juni bei der Gemeindeverwaltung (Tel. 061 706 95 55) an.
Die Broschüre „Naturnahe Gärten, attraktiv gestalten“ kann beim Empfang der Gemeindeverwaltung gratis abgeholt werden.