Asylunterkunft in der ALST bleibt weiterhin geöffnet

28.01.2016

Der Gemeinderat hat beschlossen, die ALST als vorübergehende Notunterkunft für die Asylsuchenden weiterhin dem Bund zur Verfügung zu stellen. Ursprünglich war geplant, die Unterkunft im Januar zu schliessen und bei Bedarf im 2016 nochmals in Betrieb zu nehmen. Zudem wird in der Wielandschule ein Erstaufnahmezentrum des Kantons für unbegleitete, minderjährige Asylsuchende eröffnet.

Gemeinderat. Am 26. Juni 2015 wurden die ersten Asylsuchenden in der ALST in Arlesheim einquartiert. In den letzten sieben Monaten fanden durchschnittlich über 70 Personen eine Unterkunft. Der Flüchtlingsstrom hält weiterhin an. Nach wie vor stehen Männer, Frauen und Kinder an der Grenze und suchen eine Unterkunft. Diese Tatsache und auch die regionale Situation, die Unterkünfte in Aesch und Pratteln sind nur bedingt und zeitbeschränkt bezugsbereit, bewogen den Gemeinderat dazu, die ALST dem Staatssekretariat für Migration (SEM) bis Ende dieses Jahres zur Verfügung zu stellen. Im Juni 2015 ging man davon aus, die ALST im Januar 2016 zu schliessen und allenfalls bei Bedarf Mitte Jahr nochmals für rund sechs Monate zu öffnen. „Der Bedarf ist nach wie vor vorhanden. Die Zusammenarbeit zwischen dem SEM, dem Betreuungsteam und der Verwaltung funktioniert ausgezeichnet und die Räumlichkeiten stehen zur Verfügung. Der Gemeinderat sah keinen Grund, die Arbeit nicht weiterzuführen“, erklärt Gemeindeverwalter Thomas Rudin.

Unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA)
Auch im Gebäude der Wielandschule ziehen schon bald Asylsuchende ein. Die ersten Jugendlichen, sogenannte UMA werden anfangs Februar erwartet. Ist bei der ALST der Bund der Betreiber, so wird die Unterkunft für die UMA vom Kanton betrieben. Man rechne mit maximal 25 Jugendlichen, die während der Abklärungszeit von zwei bis drei Monaten in Arlesheim sein werden, orientiert Rolf Rossi, Leiter der kantonalen Koordinationsstelle für Asylbewerber. Die Kinder und Jugendlichen werden während maximal sechs Monaten rund um die Uhr betreut. Es werden Beschäftigungsprogramme, die sich hauptsächlich auf Deutschunterricht fokussieren und ein entsprechendes Freizeitprogramm angeboten. Ein Team vom Erlenhof Reinach, die etablierte Institution für Neuorientierung, Entwicklung und Ausbildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen übernimmt die Betreuung. Eine fachgerechte Begleitung ist damit sichergestellt. Da die Kinder und Jugendlichen nicht die öffentliche Schule in Arlesheim besuchen werden, fallen für die Gemeinde keine Verpflichtungen an. Die ersten Mitglieder der bestehenden Begleitgruppe Asyl haben sich aber schon gemeldet und ihre Hilfe angeboten.