Verabschiedung aus dem Gemeinderat

30.06.2016

Für Karl-Heinz Zeller, Anet Spengler und Anton Fritschi ist heute der letzte Tag im Amt.

Kalle, Anet, Toni

Gemeinderat und die Mitarbeitenden der gesamten Verwaltung. Am letzten Dienstag leitete Karl-Heinz Zeller seine letzte Gemeinderatssitzung als Gemeindepräsident und Anet Spengler und Anton Fritschi nahmen zum letzten Mal als Gemeinderätin und Gemeinderat daran teil. Heute, am 30. Juni 2016 ist ihr letzter Amtstag. Sie alle haben Grosses geleistet und Arlesheim gut getan.

Anet Spengler war bekannt dafür, dass sie sich mit grossem Aufwand und akribisch genau in die Sachgeschäfte eingebracht hat. Sie hat viele Fragen gestellt und war erst zufrieden, wenn sie die „Sache“ verstanden hat. Ihre wertvollen Hinweise haben viel zum guten Gelingen der Aufgaben beigetragen.
Anet Spengler hat in ihrem Ressort vier Jahre lang mit nachhaltiger Beharrlichkeit ihre Aufgaben angepackt.
An folgenden Projekten war sie in den letzten 4 Jahren massgeblich beteiligt:

  • Birspark Landschaft, beim Erarbeiten von Massnahmen, welche in den nächsten Jahren umgesetzt werden
  • Weiterentwicklung der Förderbeiträge, welche neu auch von Arlesheimer Firmen eingefordert werden können
  • Die Umstellung des Arlesheimer Rebberges. Er wird neu biologisch bewirtschaftet.
  • Das Sozialfondsreglement. Dank diesem Reglement kann der Gemeinderat soziale Projekte finanziell unterstützen.
  • Die Lancierung der Teilleistungslohnstellen. Das Ziel ist die Integration von Langzeitarbeitslosen.
  • Eine Biker-Route durch den Arlesheimer Wald
  • Diverse Umwelt Projekte an den Arlesheimer Schulen
  • Die Leitung der AG Mobilfunk, damit auch Mitarbeit in der Ortsplanrevision
  • Präsidentin in verschiedenen Kommissionen und Arbeitsgruppen
  • Vertreterin in der Wohnbaugenossenschaft „Wolfmatt“

Anton Fritschi war omnipräsent und sein Zeitbudget schien unendlich. Neben seiner Arbeit als Gemeinderat war Toni Fritschi in vielen Verbänden und Organisationen aktiv. Die wertvollste Arbeit, aus Sicht der Gemeinde Arlesheim, war seine Arbeit im Vorstand des VBLG (Verband der Baselbieter Gemeinden). Dort konnte er die Anliegen unserer Gemeinde einbringen und umgekehrt konnte er den Gemeinderat auf wichtige Veränderungen rechtzeitig aufmerksam machen.
Er war acht Jahre im Gemeinderat. Vier Jahre als Vizepräsident. Während seiner ganzen Amtszeit war er für die Sicherheit, das heisst für die Feuerwehr, den Bevölkerungsschutzverbund Birs, den Regionalen Führungsstab und für das Militär- und das Schiesswesen zuständig.
In den ersten vier Jahren war er für das Ressort Bildung zuständig und in den nächsten vier Jahren betreute er das Ressort Tiefbau und war für die Standortpolitik zuständig.
Seine grosse und breite Erfahrung konnte er gut in die Diskussionen einbringen. Quer denken und neue Ideen einbringen, etwas in Frage stellen, so war Toni Fritschi bis zur letzten Gemeinderatssitzung.
In den acht Jahren als Gemeinderat war er an folgenden wichtigen Projekten beteiligt:

  • Zwei Gemeinden – eine Sekundarschule
  • Die Bibliothek startet das vom Bund lancierte Projekt „Buchstart“
  • Einweihung des neuen Feuerwehrmagazins und Begleitung/Neuaufbau der Feuerwehr Arlesheim in den letzten acht Jahren, inkl. Revision des Feuerwehrreglements.
  • Die Einführung und Evaluation der flächendeckenden Einführung von Tempo 30. Er hat die Schwellen „eingeführt und wieder abgeführt“.
  • Der Zivilschutzverbund Birs führte diverse Sicherheitsübungen durch und unterstützte die Gemeinde in vielen Projekten
  • Der erste Gemeinderat, der einen Ferrari für den Werkhof gekauft hat. (Frontmäher, ISEKI 9)
  • Die Birsstadtgemeinden beschliessen den Bau einer Wasser-Transitleitung, Arlesheim beteiligt sich daran.
  • Viele Kilometer Strassen wurden saniert und Toni Fritschi informierte mit der Verwaltung die interessierte Anwohnerschaft.
  • Strassenleuchten wurden durch LED-Lampen ersetzt.
  • Ständiger Vertreter in der Arbeitsgruppe Ortsplankommission
  • Einberufung der Arbeitsgruppe Standortpolitik und Durchführung von vielen Firmengesprächen

Karl-Heinz Zeller wurde 1992 in den Gemeinderat gewählt und übernahm das Ressort Tiefbau. In der nächsten Amtsperiode wechselte er ins Ressort Umweltschutz, bevor er dann 2001-2004 als Finanzminister tätig war. Damit hatte er das Rüstzeug zusammen, um die Leitung der Gemeinde als Präsident zu übernehmen. Die folgenden 12 Jahre leitete Karl-Heinz Zeller die Gemeinde souverän und äusserst kompetent.
Kalle Zeller ist eine Führungspersönlichkeit. Er hat es in jedem Gemeinderat geschafft, aus den unterschiedlichsten Personen eine Einheit zu bilden, welche die gefällten Entscheide akzeptierte und konsequent die Haltung des Gesamtgemeinderats vertrat. Nur selten hat Kalle Zeller seine Partei in den Vordergrund gestellt. Ihm war wichtig, dass die Geschäfte inhaltlich korrekt waren und auch aus diesem Blickwinkel geprüft wurden. Dabei standen sachliche Argumente und das Gesamtwohl der Gemeinde stets im Vordergrund. Mit der Schaffung des Leitbildes aber, schaffte er wohl das wichtigste Werk in seiner Amtszeit. Damit traf er mitten ins Herz und öffnete gleichzeitig das seine. „Arlesheim, wo Menschen einander begegnen“, war immer sein Credo. Die Menschen waren es, die ihm wichtig waren, die Streitgespräche, die Diskussionen, die Partizipation, das Finden von gemeinsamen Lösungen. Dabei war er stets aufrichtig und fair und seine Weitsicht und seine konsequente und uneigennützige Art machten die Zusammenarbeit mit ihm zum konstruktiven Vergnügen.
Sicher ein Element des Erfolgs war, dass Kalle Zeller auch das Gesellige wichtig war. Lieber straff geführte Sitzungen und danach ein paar gemütliche Stunden, um gemeinsam das Gemeindegeschehen zu reflektieren.
Kalle Zeller war massgeblich an folgenden Projekten beteiligt:

  • Konzept generelle Entwässerungsplanung
  • Beginn Sanierungsarbeiten BLT Linie 10
  • Fusswegnetz durch Arlesheim, «Soggewägli»
  • Arlesheim wird Energiestadt
  • Ermitage wird unter Schutz gestellt
  • Vision A, Zukunftswerkstadt, Leitbild 2020
  • Projekt Badhof
  • www.arlesheim.ch – Arlesheim geht aufs Netz
  • QP Bahnhof Dornach-Arlesheim mit Dach
  • Zielankunft Tour de Suisse in Arlesheim
  • Strategiepapier räumliche Entwicklung
  • Eröffnung Begegnungszone im Dorfkern
  • Arlesheim hat Auftritte im Fernsehen. Einführung des Gemeinde-TV
  • Einführung elektronische Geschäftsverwaltung
  • erste Birsstadt-Tagung in Arlesheim
  • Neustart Projekt Kultursaal
  • Vorsitz Arbeitsgruppe für die Gründung der KESB Birstal
  • Einführung elektronische Aufbereitung der GR-Geschäfte für die GR-Mitglieder
  • Einführungsseminar für neue GR
  • Kauf der Liegenschaft Postplatz 2&3
  • Einführung Turmgespräche mit Ortsparteien
  • Festlegung Standort Kultursaal
  • Vorsitz Birsstadt-Gemeinden
  • Donnschtig-Jass in Arlesheim
  • Anpassung Immobilienstrategie zur Reduktion der Verschuldung
  • Arlesheim stellt dem Bund die Zivilschutzanlage für Asylsuchende zur Verfügung
  • Verabschiedung der Zonenplanrevision Siedlung

Wir danken Kalle Zeller, Anet Spengler und Anton Fritschi für die spannenden, lehrreichen und interessanten Momente, die wir gemeinsam erleben durften und wünschen für die Zukunft alles Liebe und Gute.