18.06.2026
Beitrag 2: Öffentliche Nutzungen und Aufgaben im Zentrum
In der Raumplanung unterscheiden wir zwischen privaten Nutzungen wie Wohnraum und privaten Büros und öffentlichen Nutzungen – beispielsweise Schulen, Verwaltung, Kultur- und Sportanlagen. Von einer öffentlichen Nutzung sprechen wir, wenn ein Ort oder eine Anlage der Allgemeinheit zur Verfügung steht. Ein Beispiel für eine öffentliche Nutzung im Zusammenhang mit der Quartierentwicklung Zentrum ist die Gemeindebibliothek. Wie soll unsere Bibliothek in Zukunft aussehen? Was soll sie leisten können? Welchen Anforderungen muss sie genügen? Welchen Bedürfnissen über die Medienausleihe hinaus soll sie gerecht werden?
Vielleicht erinnern Sie sich an unsere Einladung zu einem Visionenspiel vor einem Jahr. In einem moderierten, interaktiven Online-Format haben wir gemeinsam Ideen für die «Bibliothek der Zukunft» entwickelt. Diese Überlegungen werden im Rahmen der Quartierentwicklung weiter ausgearbeitet. Die Bibliothek soll künftig mehr sein als ein Ort der Medienausleihe: Sie soll zum Verweilen und Arbeiten einladen, kulturelle Angebote ermöglichen und vor allem ein Ort der Begegnung sein.
Eine weitere öffentliche Nutzung ist der offene Garten am Postplatz. In diesem Zusammenhang steht auch die vor zwei Jahren eingereichte Petition der Frischluft zum Erhalt des offenen Gartens. Als Erweiterung der Bibliothek nach aussen könnte dieser Garten eine wichtige öffentliche Funktion als Aufenthaltsort und Treffpunkt übernehmen. Die Petition hat gezeigt, dass ein Bedürfnis nach einer solchen Oase im Dorf besteht.
Im Unterschied zur öffentlichen Nutzung betont der Begriff der öffentlichen Aufgaben die Verantwortung der öffentlichen Hand. Es geht dabei nicht um die Zugänglichkeit eines Ortes, sondern darum, wem eine bestimmte Aufgabe obliegt. Ein Beispiel dafür ist das Thema «Wohnen im Alter» – angesichts der demografischen Entwicklung in unserer Gemeinde eine wichtige Zukunftsfrage. Die «Quartierplanung Zentrum» soll deshalb auch Antworten darauf liefern, wie das Angebot an Wohnmöglichkeiten den Bedürfnissen einer älter werdenden Gesellschaft bestmöglich gerecht werden kann.
Die Gemeindeverwaltung