12.06.2026
Beitrag 1: Warum aus dem «Postplatz» das «Zentrum» geworden ist
Der Postplatz ist in Arlesheim ein Begriff. Seit mehreren Jahren beschäftigt sich die Gemeinde mit der Frage, wie sich dieses Gebiet und sein Umfeld künftig entwickeln sollen. Dabei wurde immer deutlicher: Es geht längst nicht mehr nur um einen einzelnen Platz. Es geht um das Zentrum von Arlesheim als Ganzes. Deshalb trägt das Projekt heute einen neuen Namen: «Quartierplanung Zentrum – wo wir einander begegnen». Der neue Name beschreibt besser, worum es uns geht: Im Zentrum treffen Menschen aufeinander, wohnen, arbeiten, erledigen ihre Einkäufe, besuchen kulturelle Angebote oder nutzen öffentliche Einrichtungen. Das Zentrum ist ein Ort der Begegnung und ein wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens. Entsprechend breit müssen die Fragen betrachtet werden, die wir in den kommenden Jahren beantworten wollen.
Die Geschichte dieses Projekts reicht einige Jahre zurück. Bereits 2018 wurden erste Ideen im Rahmen der Testplanung Postplatz vorgestellt. Parallel dazu liefen Arbeiten im Zusammenhang mit der Teilzonenplanung Siedlung Ortskern. Die Diskussionen zeigten, dass zahlreiche Themen miteinander verbunden sind und nicht isoliert betrachtet werden können. Ende 2022 beschloss der Gemeinderat deshalb, die damaligen Arbeiten zu sistieren und verschiedene Grundlagenfragen vertieft zu klären.
Mit dem Legislaturprogramm 2024–2028 wurde die Entwicklung des Zentrums als eines der zehn Masterprojekte der Gemeinde wieder aufgenommen. Seither werden die notwendigen Grundlagen erarbeitet, um die nächsten Schritte vorzubereiten. Seit Frühjahr 2026 liegt die politische Verantwortung für das Projekt bei Gemeinderätin Brigitte Treyer.
Um unterschiedliche Sichtweisen frühzeitig einzubeziehen, hat die Gemeinde zudem eine Begleitgruppe eingesetzt. In dieser Gruppe engagieren sich Personen, die sich mit verschiedenen Aspekten des Zentrums besonders auseinandersetzen oder Delegierte von Kommissionen sind. Die Begleitgruppe bringt Anregungen ein, diskutiert Fragestellungen und begleitet den Prozess aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Mitglieder stellen wir auf unserer Website vor.
Mit dieser Artikelserie möchten wir Sie über den Stand der Arbeiten informieren. Dabei geht es auch um grundsätzliche Überlegungen: Welche öffentlichen Nutzungen braucht das Zentrum in Zukunft? Wie können Wohnen, Arbeiten und Begegnung zusammenfinden? Welche Anforderungen stellen Klima, Mobilität und Ortsbild an die Entwicklung?
Diesen Fragen werden wir in den kommenden Wochen Schritt für Schritt nachgehen.
Die Gemeindeverwaltung