Einsatzbericht
Vom 29. Februar bis 3. März führten Freiwillige des Rettungsdienstes und weitere Angehörige anderer Dienste Aufräumarbeiten im Arlesheimer Wald durch. Der Schaden ist beträchtlich, wurden doch 3100 m3 Wald gefällt, was einer Nutzung von ca. 3 1/2 Jahren entspricht. Die Bürgergemeinde und die Forstdienste können aus eigener Kraft diese Schäden nicht selbst beheben.
Aus diesem Grund entschloss der Gemeinderat und die ZSO Arlesheim so schnell wie möglich eine Einsatztruppe auf die Beine zu stellen. Auch in diesem Fall wurde entschieden, dass möglichst viele Freiwillige diesen Dienst versehen sollen, wie dies bereits im Einsatz im Lötschental geschah. Die Teilnahme war wieder überwältigend, nach zögerlichem Anfang erhielten wir bis am Ende 28 Anmeldungen.
Dank intensiver Abklärungen durch den Dienstchef Rettung mit dem Förster konnten bereits im voraus die Gruppen eingeteilt und den einzelnen Einsatzgebieten zugeteilt werden. Da es sich um einen Nothilfeeinsatz handelte, konnten wir 4 Fahrzeuge der Armee gratis ausleihen, was uns half, schnell und effizient die einzelnen Gebiete zu erreichen.
Die Männer wurden am 29. Februar durch Dienstchef Theo Leuthard begrüsst, fassten wetterfeste Kleidung, packten dias Werkzeug auf die Fahrzeuge und standen bereits 2 Stunden nach Einrücken im Einsatzgebiet. Die 4 Gruppen wurden auf die Gebiete Meierturm, Gschwändi und Ränggersmatt verteilt. Die Aufgaben bestanden darin, die Forststrassen und Spazierwege wieder gangbar zu machen und das Fallholz beidseits der Strassen zu räumen, in den Hanglagen diverser Gebiete das Astholz aufzuhäufen um jungen Bäumen genügend Licht zu bieten. Bäume durften aus Sicherheitsgründen nicht gefällt werden. An Stellen wo Motorsägen eingesetzt werden mussten, achteten die Verantwortlichen auf das Einhalten der Vorschriften: Schnittschutzhosen und Helm tragen war somit Pflicht !
Leider war das Wetter sehr kalt und nass. Das drückte ein wenig auf die sonst gute Stimmung; doch die gute Verpflegung (Küchenmannschaft sei Dank) im Schürli und im Restaurant Tramstation liessen das nicht motivierende Wetter leicht vergessen.
Am Ende dieser Woche hatten wir mehr als die geplanten Aufgaben erledigt. Doch wie jeder Spaziergänger selbst sieht, ist noch lange nicht alles erledigt. Es wird wohl noch lange dauern, bis alle Schäden behoben und alle Wege wieder passierbar sein werden.
Wir möchten uns bei der Unterstützung dieses Einsatzes unter anderem bei folgenden Stellen bedanken: dem Gemeinderat für die unbürokratische Abwicklung, der Bürgergemeinde für das spendierte Znüni, dem Wirtepaar des Restaurant Tramstation für das feine Essen und das grosse Verständnis und selbstverständlich bei den Freiwilligen des Zivilschutzes Arlesheim für das disziplinierte Arbeiten. Allen nicht aufgeführten Personen sei selbstverständlich auch gedankt.
THL / SHE11.04.00
