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Holzschlag am Schlosshügel

07.02.2013

Der Holzschlag Mitte November am Hügel unterhalb des Schlosses Birseck schafft die Basis für einen Niederwald. Der Niederwald öffnet nicht nur die Sicht auf das Schloss sondern ist auch aus Sicht des Naturschutzes sinnvoll.

Gemeinderat. „Der Zweck der Stiftung beinhaltet die Erhaltung und Pflege der Ermitage als historischen Garten und als Ort der Ruhe“, sagt Ruedi Brandenberger, Präsident der Stiftung Ermitage und Schloss Birseck. Er blättert im Parkpflegewerk, einem umfangreichen Dossier, das alle Massnahmen enthält, die zur Realisierung des Stiftungszwecks nötig sind. Das 2007 verfasste Werk wurde von den SKK Landschaftsarchitekten erstellt und von verschiedenen Stellen eingesehen, unter anderem auch von der kantonalen Denkmalpflege. Zustande kam das Parkpflegewerk, weil der Gemeinderat von der Stiftung ein Gesamtkonzept forderte. „Was auch gut war“ betont Brandenberger. Vorher seien einfach die nötigsten Arbeiten erledigt worden.
Der historische Holzschlag am Hügel unterhalb des Schlosses Birseck sei eine Massnahme aus eben diesem Parkpflegewerk. Damit werde erreicht, dass der Blick auf das Schloss wieder geöffnet werde. Auch früher sei genau an diesem Ort
ein Niederwald gewesen, sagt Ruedi Brandenberger. Die Ermitage vermittle verschiedene Bilder. Die Dramatik der Landschaften sei durch diesen Holzschlag verstärkt worden, bringt es der Stiftungspräsident auf den Punkt.

Auch Naturschutz befürwortet den Holzschlag
Eher pragmatisch sieht es Urs Leugger, Mitglied der Naturschutzkommission Arlesheim. Der Niederwald bringt viel Licht und Wärme und bietet damit seltenen, zum Teil verschwundenen Tier – und Pflanzenarten einen neuen Lebensraum. Der Hang sei geradezu prädestiniert für den Niederwald. Die Ausrichtung sei richtig, die Hangneigung und die Bodenbeschaffenheit ideal, ergänzt der Revierförster Fredi Hügi, der den Holzschlag fachlich begleitet hat. Zurzeit sehe der Hügel etwas trist und unordentlich aus, gesteht Hügi. Die Holzhaufen würden aber erst im Frühling weggeräumt, da sie jetzt noch als Unterschlupf und Nistplatz für Tiere dienen würden. Bereits 2008 waren rund 18 Aren des Waldes geholzt worden. Beim vergangen Holzschlag wurden die restlichen 24 Aren geschlagen. Ziel ist, den Holzschlag in regelmässigen Abständen zu wiederholen und so den Niederwald zu erhalten. Das entspricht auch dem kantonalen Nutz- und Schutzkonzept, das vom kantonalen Denkmalschutz und dem kantonalen Naturschutz verfasst wurde. Damit wird auch der eigentliche Sinn des Naturschutzes verfolgt: nämlich die Entwicklung von Orten gezielt fördern und zulassen. Das kann heissen, Pflanzen wild wachsen lassen oder eben auch gezielt schneiden. Hie und da sei die menschliche Unterstützung nötig, erklärt Urs Leugger.