Zwei Gemeinden - eine Sekundarschule

Arlesheim/Münchenstein. Die Gemeinden Arlesheim und Münchenstein haben sich zur Frage des Sekundarschulstandorts geeinigt. Sie schlagen der Regierung die Lösung „Zwei Gemeinden – eine Sekundarschule“ vor. Konkret sieht die vorgeschlagene Lösung vor, dass unter dem Dach einer gemeinsamen Schulleitung mit einem Schulrat der beiden Gemeinden eine Sekundarschulanlage in Arlesheim und eine in Münchenstein betrieben werden soll. Die vorgeschlagene Lösung spart Geld und schafft Synergien.

Die Gemeinden Arlesheim und Münchenstein haben den vom Kanton ausgelösten Konflikt um den künftigen Sekundarschulstandort beigelegt. Die Gemeinderäte und die Schulräte der beiden Gemeinden haben sich darauf verständigt, sich für einen gemeinsamen Sekundarschulstandort einzusetzen. „Eine gemeinsame Sekundarschule ermöglicht beiden Gemeinden, eine Sekundarschule anzubieten, welche die Anforderungen des kantonalen Bildungsgesetzes erfüllt und zukunftsfähig ist“, sind die beiden Gemeinden überzeugt.

Dem Entscheid waren intensive Gespräche vorausgegangen. Da die Variante „Alles-oder-Nichts“ für beide Gemeinden ausser Betracht fiel, konzentrierte man sich darauf, eine gemeinsame Lösung zu finden, die den Schülerinnen und Schülern am besten dienen wird, wobei die Frage des Standortvorteils, den eine Sekundarschule einer Gemeinde bietet, nicht ausser Acht gelassen wurde.

Am 24. Oktober hat man sich schliesslich auf eine gemeinsame Lösung geeinigt. Unter einem gemeinsamen Dach sollen künftig zwei Schulhausstandorte ein weiterführendes Bildungsangebot zur Verfügung stellen. Und das sind aus Sicht der beiden Gemeinden die Vorteile:

  • Die Kinder beider Gemeinden haben kürzere Schulwege.
  • Den Schülerinnen und Schülern kann ein grösseres und vielfältigeres Themenangebot zur Wahl gestellt werden.
  • Mit den zwei Schulanlagen können 10 Mio. Franken gespart werden; die bestehende Schulanlage Gerenmatte 2 in Arlesheim kann weitergenutzt werden und der nötige Neubau in Münchenstein kann verkleinert werden und kommt deshalb günstiger zu stehen.
  • Es müssen keine neuen Turnhallen gebaut werden.
  • Es bleiben Landreserven erhalten.
  • Die beiden Gemeinden schaffen Synergien im Verwaltungsbereich.

Die Gemeinde- und Schulräte der beiden Gemeinden sind davon überzeugt, dass ihr Modell „Zwei Gemeinden – eine Sekundarschule“ gute Chancen hat, sowohl von der Regierung als auch vom Landrat unterstützt zu werden.

„Damit erhalten Schulleitungen und Lehrpersonen eine Perspektive und können sich auf ein klares Ziel konzentrieren“ wurde vom Arlesheimer Gemeindepräsident Karl-Heinz Zeller gesagt. Beide Gemeinden werden sich in der Übergangszeit unterstützen. Und der Gemeindepräsident von Münchenstein, Walter Banga, hob hervor, dass sich „der politische Entscheidungsprozess im Landrat nicht verzögert“. Beide waren sich darin einig, dass mit dieser Lösung eine Eskalation der Auseinandersetzung und eine Polarisierung in den Gemeinden und zwischen den Schulen vermieden werden kann.

(Publiziert am 06.11.2008)

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